Lächeln ist Sunna
Der Prophet (s) hat kein leichtes Leben. Er wuchs als Waisenkind auf wie Lulu. Die meisten Mitmenschen in Mekka behandelten ihn nicht gut. Er hungerte und verletzte sich. Und trotzdem erzählte einer seiner Begleiter, Jarir ibn Abdullah, dass er den Propheten immer lächeln sah, wenn er ihn traf (Sahih Muslim).
Der Prophet (s) erklärte auch, dass es eine gute Tat oder auch eine Art Spende sei, seinen Bruder oder seine Schwester im Glauben anzulächeln. Wie wundervoll! Du verbreitest gute Laune wie Lulu und ALLAH belohnt dich dafür (Sahih Muslim und At-Tirmidhi).
Salam
In der ersten Folge erzählt der Hodscha der kleinen Lulu: Wenn wir einen Gruß erwidern, dann soll unser Gruß noch freundlicher sein. So steht es im Quran. Womit der Hodscha nicht rechnete – Lulu erlaubt sich gleich mal wieder einen Streich mit Ammu Khalil (siehe 9. Kapitel).
Lulu fragt nochmal genauer nach: „Wo steht das denn genau?“
Der Hodscha sucht die Stelle im Heiligen Buch: „Das steht in der Sure An-Nisa im Vers 86. Sinngemäß heißt es in der Übersetzung: ‚Und wenn euch ein Gruß entboten wird, dann grüßt mit einem schöneren (zurück) oder erwidert ihn. Gewiss, Allah ist über alles ein Abrechner.‘“
Lulu: „Wenn die Menschen sich daran halten, wie gut gelaunt dann alle wären! Aber wie kriege ich das hin, wenn jemand mich schon übernett grüßt, so wie ich damals Ammu Khalil?“
Der Hodscha überlegt: „Versuche noch mehr zu strahlen, umarme die Person, frage sie, wie es ihr geht, den Eltern, den Kindern und so weiter. Aber alleine schon unseren Friedensgruß ‚Salaamu aleikum“ zu sprechen, ist viel wert.“
Lulu ist neugierig: „Steht der auch im Quran?“
Der Hodscha zeigt ihr die Verse 24 aus der 13. Sure: „…Und die Engel treten zu ihnen ein durch alle Tore: ‚Friede sei auf euch dafür, daß ihr geduldig wart!‘ Wie trefflich ist die endgültige Wohnstätte!‘ Das heißt, dass Engel die Paradiesbewohner mit Salaamu aleikum begrüßen. Aber auch untereinander grüßen die Menschen im Paradies so. Schau mal eine Sure weiter heißt es: „Aber diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, werden in Gärten eingelassen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben, mit der Erlaubnis ihres Herrn. Ihr Gruß darin wird sein: „Friede!“ (23). Siehst du nicht, wie Allah ein Gleichnis von einem guten Wort geprägt hat? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest sitzen und dessen Zweige in den Himmel reichen“ (24).
Dua
Der Hodscha hält die Hände nebeneinander, seine Handflächen zeigen zum Himmel. Ein bisschen sieht es für Lulu so aus, als ob er betteln würde. „Das mache ich auch, Lulu“, sagt der Hodscha: „Aber ich würde nie einen Menschen anbetteln, sondern nur ALLAH.“
Lulu: „Kann man für alles Dua machen?“
„Ja, eigentlich für alles. Du kannst auch für Kleinigkeiten Dua machen“, erklärte der Hodscha.
Lulus fragt: „Kann ich dafür beten, dass ich den Bus noch kriege?“ Der Hodscha nickt.
„…dass es morgen nicht regnet, wenn unser Sommerfest stattfindet?“ Der Hodscha nickt.
„…dass wir mal wieder Döner essen?“ Der Hodscha nickt.
„…dass wir keine Hausaufgaben aufkriegen?“ Der Hodscha nickt.
„…dass ich meine zweite Socke endlich wiederfinde?“ Der Hodscha nickt.
„…dass ich jeden Tag zehn Lulu-Lollis kriege?“ Beinahe hätte der Hodscha nicht aufgepasst: „Aber das wäre nicht gesund, Lulu. Für Ungesundes solltest du kein Dua machen. Auch nicht für etwas Anderes, was ALLAH nicht gefallen würde. Sonst kannst du für alles Dua machen. “
Vergib anderen!
Es ist normal, wenn wir uns mal streiten. Wir sind alle Menschen, keine Engel und machen Fehler Auch Lulu hat sich einmal mit Scheyma gestritten. Da hat sie Sachen gesagt, die sich hätte verkniffen hätte. Irgendetwas in Scheyma hat ihr eingeflüstert: Mit Lulu sollst du nicht mehr befreundet sein! Zum Glück sprach ihre große Schwester mit ihr. Sie erinnerte Scheyma an all die guten Seiten von Lulu: „Hast du vergessen, wie herzlich Lulu sich um dich gekümmert hat, als du neu in die Klasse kamst und niemanden kanntest. Wie sie dir immer abgibt, dich zum Lachen bringt und tröstet, wenn du unsere Heimat vermisst?“
Sie erzählte Scheyma, dass ALLAH an mehreren Stellen im Quran uns mittelt, wie sehr ER es schätzt, wenn wir anderen Menschen verzeihen (4:149, 16:126, 42:43, 64:14). Im 134. Vers der dritten Sure sagt er sogar: „Wer auf dem Wege ALLAHs in guten und schweren Zeiten spendet, seinen Ärger zurückhält und anderen Menschen vergibt – und ALLAH liebt die Gutes Tuenden.“ Und der Prophet (s) predigte: „Zeigt Gnade und euch wird Gnade gezeigt werden. Vergebt, und ALLAH wird euch vergeben“ (Ahmad). Als Scheyma das hörte, fiel ihr ein, dass sie Lulu auch einiges an den Kopf geworfen hatte. Sie schnappte sich direkt das Telefon, rief Lulu an und die beiden vertrugen sind.
